Valentinstag: Alles über den Kuss

12.02.2017

Jungbrunnen, Abwehrstärke, Glücksrausch: Küssen macht nicht nur Spaß, sondern kann auch gut sein für die Gesundheit. Sogar die Wissenschaft beschäftigt sich mit dem zwischenmenschlichen Vergnügen - dem Kuss. Welche Gründe für inniges Küssen sprechen.

 

 

1. Gefühlsbooster: Bei einem erotischen Kuss kreist ein Strom verschiedener Hormone durch den Körper. Die wichtigsten sind Dopamin, Oxytocin und Serotonin. Oxytocin hilft, Bindungsgefühle, Hingabe und Zuneigung zu entwickeln, Dopamin sorgt für Lust, Serotonin beeinflusst die Stimmung positiv.

Akrobatisch: «My Blueberry Nights». (The Weinstein Company).

 

2. Stärkung des Immunsystems: Während eines zehnsekündigen Zungenkusses wechseln rund 80 Millionen Mikroorganismen den Besitzer. Das berichten Forscher im Fachjournal «Microbiome». Der Austausch von Bakterien kann denn auch dem eigenen Immunsystem nutzen. Der österreichische Wissenschaftler Ulf Böhmig geht sogar noch weiter: Er ist überzeugt, dass der Kuss eine Art «Schluckimpfung» ist, welche Impulse für die Bildung von Abwehrkräften und Antikörpern gibt. In der Wissenschaft spricht man hier von einer «kreuzweisen Immunitätstherapie».

Berechnend: «Cruel Intentions». (Columbia Pictures)

 

3. Gut fürs Herz: Bei der Berührung der Lippen verdoppelt sich die Pulsfrequenz auf etwa 130 Schläge pro Minute. Es wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet, sodass das Herz mehr Blut durch den Körper pumpt. Zudem senkt Küssen den Blutdruck und das Cholesterin, schreibt die Autorin Lana Citron im Buch «KussKuss» (Verlag Sanssouci).

 

4. Antiallergisch: Laut der Studie der Wiener Uniklinik verspüren Heuschnupfengeplagte nach einer halben Stunde Küssen eine Besserung der Symptome.

Neugierig: «My Girl». (Columbia Pictures)

 

 5. Stabilisiert die Beziehung: Rafael Wlodarski von der University of Oxford hat zwei Studien zum Thema Küssen veröffentlicht und ist überzeugt, dass Paare, die sich küssen, eine stärkere Verbundenheit haben, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt.

 

6. No Depression: US-Forscher haben herausgefunden, dass regelmässiges Küssen das Leben um bis zu fünf Jahre verlängern soll. Das Stresshormon Cortisol werde eingeschränkt, das für Depressionen und Frustrationen verantwortlich ist.

 

7. Knautschzone: Wer frisch geküsst ins Auto steigt, verursacht weniger Unfälle. Behaupten jedenfalls englische Untersuchungen.

Nass: «Spider-Man». (Sony Pictures)

 

8. Besser als Botox: Beim Küssen werden insgesamt 38 Muskeln im Gesicht, im Mund und am Kiefer aktiviert. Mit einer gewissen Grosszügigkeit kann man hier von einem Anti-Aging-Effekt sprechen.

 

9. Karieshemmer: «Beim Bakterienaustausch entstehen antimikrobielle Enzyme, die Karies und Parodontose vorbeugen», sagt der Heidelberger Arzt Klaus Hartmann, der die Ausstellung «Der Kuss – Magie und Chemie» wissenschaftlich begleitet hat.

Scheu: «Meet Joe Black». (Universal Pictures)

 

10. Stopp! Ein intensiver Kuss kann durch seine entkrampfende Wirkung ganz schnell lästigen Schluckauf stoppen, sagt der Arzt Hademar Bankhofer in seinen Gesundheitstipps.

 

 

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